Nichts zum Lachen...
Ich habe heute schon massiven Muskelsport betrieben. Über hundert Muskeln aktiviert und mich dennoch nicht vom Fleck weg bewegt. Das geht. Lachen ist das Geheimnis.
Lachen ist gesund. Das wissen wir spätestens seit die so genannte Gelotologie das Lachen und ihr Auswirken auf Körper und Geist erforscht und uns ständig unglaubliche Ergebnisse liefert. Nicht nur gegen Stress wirkt Lachen Wunder. Auch bei Schmerzen, Herz-Kreislaufproblemen und sogar bei Krebs, wirkt das hochkomplizierte Muskelspiel auf heilende Weise. Und das Schöne daran: es kostet nichts.
Da wundert es schon, wenn man durch die Straßen der Stadt läuft, dass man kaum jemanden lachen oder lächeln sieht. Ich kann mich an Tage erinnern, da habe ich selbst kein einziges Mal die Mundwinkel in Bewegung gesetzt.
In Deutschland schreibt man Lachen groß. Aber nur in anderen Ländern wird das Lachen wirklich groß geschrieben. Es war mal um die deutsche Komik nicht so schlecht bestellt, da konnte man sogar im Parlament Politiker sehen, die nach nächtelangem Arbeiten immer noch den einen oder anderen Scherz auf Lager hatten. Heute wird ein Philipp Rössler von allen Seiten schief angeschaut, weil er sich einen Scherz mit dem designierten Bundespräsidenten Gauck erlaubte. Ein Satirebuch über Hitler wird kaputtgeredet statt ausgelesen, und das witzigste was der Durchschnitts-Deutsche über die Lippen bringt, sind immer noch Blondinenwitze aus den Neunziger Jahren.
Ich beneide die US-Amerikaner tagtäglich um ihr breites Angebot an wirklich intelligenten und witzigen Shows. Ich lasse mir keine Folge der Daily Show oder des Colbert Reports entgehen. So interessant und gelungen transportierte Information erhält man auf kaum einem anderen Kanal. Und nicht nur als besonders witzig gelten die beiden Fake-Nachrichtensprecher Jon Stewart und Stephen Colbert. Sie gelten auch noch als einflussreichste Personen im Land.
Wo bleibt währenddessen nur die deutsche Komik?
Vorbei die Zeiten, in denen ein Harald Schmidt uns die Welt der griechischen Mythologie mit Hilfe von Playmobilfiguren erklärte. Der Weichspül- und Schonwaschgang des Humors ist seit vielen Jahren Programm im deutschen Fernsehen und auf deutschen Bühnen.
Liegt es daran, dass wir Deutsche keinen Spaß verstehen? Oder gibt es in den USA einfach mehr Themen, über die man sich amüsieren und mehr politische Fettnäpfchen, in die man treten kann?
Wieso gibt es keine deutschen Sitcoms, bei denen die Lacher im Sekundentakt die Bauchmuskeln zum Zittern bringen?
Es gibt natürlich, wie überall, positive Ausnahmen. Das Magazin „Quer“ ist eines davon. An die Qualität amerikanischer oder britischer Komik reicht aber auch dieses Format nicht heran.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass in Deutschland nur das als witzig empfunden wird, was ein riesengroße Label darauf kleben hat: „Achtung das ist ein Witz!“. Ironie und subtiler Humor findet man im deutschsprachigen Raum vergebens.
Die Lebenserwartung in Deutschland, wie überall in Europa auch, ist in den letzten Jahrzehnten dank fortschrittlicher Medizin enorm gestiegen.
Wie gesund könnte unsere Gesellschaft zudem sein, wenn die Lachmuskeln häufiger aktiviert würden? Es wäre vielleicht ein neues deutsches Wunder...
Es ist schade, dass Good old Germany in so vielen Disziplinen mittlerweile nur im Mittelfeld mitspielen kann. Noch nie galten (außer der Klassischen Musik der letzten Jahrhunderte) deutsche Musikproduktionen als besonderes wertvoll. Auch die deutsche Küche (hier auch wieder Ausnahmen im Spitzenköchenbereich) genießt keine internationale Anerkennung.
Aber anstatt mich jetzt rum zu ärgern und ein Magengeschwür zu provozieren, werde ich jetzt ins Netz gehen und mir meine tägliche Portion herzhaftes Lachen holen. Meine Mundwinkel gehen jetzt schon in freudiger Erwartung in die Breite.
Lachen ist gesund. Das wissen wir spätestens seit die so genannte Gelotologie das Lachen und ihr Auswirken auf Körper und Geist erforscht und uns ständig unglaubliche Ergebnisse liefert. Nicht nur gegen Stress wirkt Lachen Wunder. Auch bei Schmerzen, Herz-Kreislaufproblemen und sogar bei Krebs, wirkt das hochkomplizierte Muskelspiel auf heilende Weise. Und das Schöne daran: es kostet nichts.
Da wundert es schon, wenn man durch die Straßen der Stadt läuft, dass man kaum jemanden lachen oder lächeln sieht. Ich kann mich an Tage erinnern, da habe ich selbst kein einziges Mal die Mundwinkel in Bewegung gesetzt.
In Deutschland schreibt man Lachen groß. Aber nur in anderen Ländern wird das Lachen wirklich groß geschrieben. Es war mal um die deutsche Komik nicht so schlecht bestellt, da konnte man sogar im Parlament Politiker sehen, die nach nächtelangem Arbeiten immer noch den einen oder anderen Scherz auf Lager hatten. Heute wird ein Philipp Rössler von allen Seiten schief angeschaut, weil er sich einen Scherz mit dem designierten Bundespräsidenten Gauck erlaubte. Ein Satirebuch über Hitler wird kaputtgeredet statt ausgelesen, und das witzigste was der Durchschnitts-Deutsche über die Lippen bringt, sind immer noch Blondinenwitze aus den Neunziger Jahren.
Ich beneide die US-Amerikaner tagtäglich um ihr breites Angebot an wirklich intelligenten und witzigen Shows. Ich lasse mir keine Folge der Daily Show oder des Colbert Reports entgehen. So interessant und gelungen transportierte Information erhält man auf kaum einem anderen Kanal. Und nicht nur als besonders witzig gelten die beiden Fake-Nachrichtensprecher Jon Stewart und Stephen Colbert. Sie gelten auch noch als einflussreichste Personen im Land.
Wo bleibt währenddessen nur die deutsche Komik?
Vorbei die Zeiten, in denen ein Harald Schmidt uns die Welt der griechischen Mythologie mit Hilfe von Playmobilfiguren erklärte. Der Weichspül- und Schonwaschgang des Humors ist seit vielen Jahren Programm im deutschen Fernsehen und auf deutschen Bühnen.
Liegt es daran, dass wir Deutsche keinen Spaß verstehen? Oder gibt es in den USA einfach mehr Themen, über die man sich amüsieren und mehr politische Fettnäpfchen, in die man treten kann?
Wieso gibt es keine deutschen Sitcoms, bei denen die Lacher im Sekundentakt die Bauchmuskeln zum Zittern bringen?
Es gibt natürlich, wie überall, positive Ausnahmen. Das Magazin „Quer“ ist eines davon. An die Qualität amerikanischer oder britischer Komik reicht aber auch dieses Format nicht heran.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass in Deutschland nur das als witzig empfunden wird, was ein riesengroße Label darauf kleben hat: „Achtung das ist ein Witz!“. Ironie und subtiler Humor findet man im deutschsprachigen Raum vergebens.
Die Lebenserwartung in Deutschland, wie überall in Europa auch, ist in den letzten Jahrzehnten dank fortschrittlicher Medizin enorm gestiegen.
Wie gesund könnte unsere Gesellschaft zudem sein, wenn die Lachmuskeln häufiger aktiviert würden? Es wäre vielleicht ein neues deutsches Wunder...
Es ist schade, dass Good old Germany in so vielen Disziplinen mittlerweile nur im Mittelfeld mitspielen kann. Noch nie galten (außer der Klassischen Musik der letzten Jahrhunderte) deutsche Musikproduktionen als besonderes wertvoll. Auch die deutsche Küche (hier auch wieder Ausnahmen im Spitzenköchenbereich) genießt keine internationale Anerkennung.
Aber anstatt mich jetzt rum zu ärgern und ein Magengeschwür zu provozieren, werde ich jetzt ins Netz gehen und mir meine tägliche Portion herzhaftes Lachen holen. Meine Mundwinkel gehen jetzt schon in freudiger Erwartung in die Breite.
Libertybunny18 - 5. Apr, 08:42
